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Die Klinik
Orthopädische Abteilung
Innere Medizin
So leben Sie bei uns


Degemed ISO 9001

RAL/Kneipp





Behandlungskonzept in der Inneren Medizin
Chefarzt: Dr. med. Wolfgang Stockhausen

Die Therapie in unserer Rehabilitationsklinik unterscheidet sich prinzipiell von den Behandlungen einerseits im Akutkrankenhaus, andererseits in der hausärztlichen Praxis. Der Patient wird unter Anleitung eines Behandlungsteams von Ärzten, Krankenschwestern, Bewegungstherapeuten, Ergotherapeuten, Krankengymnasten und physikalisch-balneologischen Behandlern geführt und zu einer selbständigen Aktivität hingeleitet. Dazu stehen ihm ebenfalls zur Seite die Diätküche und die ernährungsphysiologische Beratung, die auf das positive Erlebnis einer schmackhaften Spezialkost hinwirken. Diplom-Psychologen helfen in der Beratung, Verhaltens- und Gesprächstherapie, unter Umständen auch in der psychotherapeutischen Intervention.

Im Vordergrund stehen aktive bewegungstherapeutische, physiotherapeutische und ergotherapeutische Maßnahmen. Hier wird der Patient behutsam, aber konsequent zu einer selbständigen Durchführung von körperlicher Leistung herangeführt. Für wesentlich erachten wir die Kombination von Training, Schwimmen, muskulärem Aufbautraining an Kraftgeräten, mit gezielter Gymnastik, einzeln in der Krankengymnastik und / oder in Gruppen. Die Behandlungen werden auf die individuelle Erkrankung und Leistungsfähigkeit dosiert angepaßt und überwacht.

Die Steigerung der Beweglichkeit, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Ausdauer des Patienten werden angestrebt. Die Verbesserung der Lebensqualität, der Selbständigkeit, der körperlichen und geistigen Kompetenz des Patienten sind je nach Erkrankung und Zustand unsere Therapieziele.

Lebensqualität und Prognose eines herzkreislaufkranken Patienten werden entscheidend von einer Änderung des Lebensstils bei gleichzeitiger suffizienter medikamentöser Therapie beeinflußt. Neben der beruflichen und sozialen Reintegration steht somit auch die sog. Sekundärprävention, also das Verhüten eines erneuten Rückfalls oder einer Verschlechterung im Vordergrund der therapeutischen Bemühungen. Das Behandlungsteam beeinflußt, fördert und unterstützt die Aktivität und Motivation des Patienten. In engagierter Beratung wird er / sie über seine Diagnose, über die Ergebnisse der hier durchgeführten Untersuchungen, insbesondere der Funktionsdiagnostik informiert. Das ganzheitliche rehabilitationsmedizinische Konzept der Klinik verdeutlicht dem Patienten seinen Lebensstil und korrigiert diesen erlebnisorientiert. Primäres Motivationsziel ist, Eigenverantwortlichkeit für die Erkrankung aufzuzeigen und den Betroffenen aktiv am therapeutischen Prozeß zu beteiligen.
Der zu erreichende gesundheitliche Gewinn motiviert, die hier vorgeschlagenen und im Rahmen der Therapie gelebten Änderungen auch im häuslichen Lebensbereich aufzugreifen. Ein individuelles Nachsorgekonzept wird mit dem Patienten in Einzel- und Gruppengesprächen erarbeitet.

Bei geriatrischen Patienten wird von uns besonderer Wert auf die Einbeziehung des familiären Umfeldes in den Beratungen und auch in der Durchführung der aktiven krankengymnastisch-bewegungstherapeutischen Übungen gelegt. Gerade hier haben wir die vielfache Erfahrung gemacht, daß auch der ältere Patient beübbar und dosiert angepaßt trainierbar ist. Da er trotz eventuell bleibender Funktionsminderung ein möglichst wenig eingeschränktes Leben führen soll, berücksichtigt die Therapie die Gegebenheiten des Alltags. Hier wird insbesondere die ergotherapeutische Behandlung genutzt.

Bei Übergewicht und Stoffwechselentgleisungen kombinieren wir die Bewegungstherapie mit intensiver Diätetik und mit ärztlicher und ernährungsphysiologischer Schulung. Die spezielle Diätetik umfaßt insbesondere eine abwechslungsreiche, kalorisch abgestufte, schmackhafte und damit gern akzeptierte Reduktionskost von 1200 Kal, 800 Kal bis zur very low calorie diet (VLCD) von ca. 400 Kal täglich in Form des eiweißmodifizierten therapeutischen Fastens.

Dieses nutzt der Patient vorzugsweise zu Beginn der Therapie als Überleitung in den Einstieg in eine neue, der Erkrankung angepaßten Ernährungsform. Der vorübergehende, auf wenige Tage begrenzte Verzicht auf eine feste Ernährung ist dem Patienten eine große didaktische Hilfe, sich Fehlentwicklungen - nicht nur in seinem bisherigen Eßverhalten - bewußt zu machen und Perspektiven für eine Lebensstilkorrektur zu entwickeln.

Ein weiterer Schwerpunkt der Klinik ist die physikalisch-balneologische Therapie, die parallel zur aktiven Therapie eingesetzt wird. Hier können akute Beschwerden gezielt und schnell gelindert werden. In Verbindung mit der krankengymnastischen Physiotherapie sind hier gute Erfolge bei vielen Erkrankungen zu erzielen.

In der psychologischen Abteilung werden einerseits Entspannungsverfahren, insbesondere das autogene Training und Techniken zur progressiven Muskelentspannung nach Jakobson sowie Biofeedback-Techniken gelehrt, andererseits haben wir zur aktiven Einbindung des Patienten ein weit gefächertes Seminarprogramm entwickelt. Es dient der Information und Verhaltenseinübung bei belastenden Lebenssituationen. Die weit gefächerten Themen reichen vom positiven Denken, Streßbewältigungsstrategien, Raucherentwöhnung, Schlafstörungen und wie man damit umgeht bis zu gezielten schlafanstoßenden Entspannungsübungen, Angst und deren Bewältigung, Fragen nach der Sinngestaltung im Leben, Gedächtnistraining und psychische Faktoren beim Entstehen von Übergewicht, z. B. durch Frustessen.

Ergänzend werden je nach Indikation psychotherapeutische Einzelgespräche von den drei Diplom-Psychologinnen und Diplom-Psychologen durchgeführt:
Benutzt werden die Methoden der Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie, z. T. psychodramatische Interventionen. Hier wird, wenn es indiziert und möglich ist, auch der Partner oder die Familie zu Sondergesprächen eingeladen und einbezogen.

In diesem umfassenden Sinne wird eine optimale Rehabilitation des Patienten, der sich uns anvertraut, angestrebt.